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Wie gut kannst du dich einlassen?

Seit einiger Zeit begleitet mich ein Wort. Einlassen. Frag mich bitte nicht, warum es gerade dieses Wort ist. Vielleicht ist es deswegen, weil ich von vielen Menschen höre „Mensch ich bin so angespannt, ich möchte mich viel besser auf die Situation einlassen können“ oder „Ich würde mir so sehr wünschen, dass sich mein Partner noch tiefer auf die Beziehung einlässt“ oder „Der Vorschlag ist so toll. Warum lässt sich meine Freundin nicht darauf ein?!“.

Kennst du das, dass wenn du dich mit einem Thema beschäftigst, du lauter Dinge siehst die damit zu tun haben? Als meine Schwägerin zum Beispiel mit ihren Zwillingen schwanger war, sind mir plötzlich um so mehr Zwillinge aufgefallen. So geht es mir im Moment mit dem Wort „Einlassen“.

Das Thema mit Wörtern „schwanger zu gehen“ habe ich noch nicht so geübt. Ich habe eine Freundin, die macht das beruflich. Sie jongliert so wundervoll liebevoll mit den Worten und kreiert auf ihre Weise dazu eine tolle Typographie, dass ich jedes mal staune, was man aus Worten so zaubern kann.

Somit habe ich mich jetzt auf das Wort „Einlassen“ eingelassen und bin selbst ganz verzaubert. Meine erste Überlegung war: Was heißt denn Einlassen überhaupt?

Also habe ich im Duden nachgeschlagen und bin auf folgende Bedeutungen gestoßen:

  • hereinkommen lassen, jemandem Zutritt gewähren, den Eintritt gestatten
  • einlaufen, einfließen lassen
  • in eine feste, harte Materie einfügen und dort befestigen; genau einpassen, einsetzen
  • (meist abwertend) Kontakt aufnehmen, Umgang pflegen, verkehren
  • auf etwas eingehen, sich an etwas beteiligen, mitmachen

Wow – sehr spannend. Das „Einlassen“ das mich beschäftigt, ist das von Punkt 1 und Punkt 6. Und da war für mich schon spannend zu sehen, es gibt ein aktives und ein passives Einlassen.

Also bin ich weitergegangen und habe für mich geschaut was in meiner Weltanschauung mit dem Thema hereinkommen lassen, jemandem Zutritt gewähren und den Eintritt gestatten zusammenhängt. Damit es nicht so abstrakt ist nehme ich ganz einfach mal das Thema Partnerschaft. Wenn ich mich nun auf die Partnerschaft einlasse heißt das also, dass ich meinem Partner Zutritt gewähre. Doch Zutritt wozu?

Für mich fühlt es sich so an, als ob ich meinem Partner den Eintritt in meine Welt gestatte. Er darf tiefer eintauchen in das, was mich ausmacht. Er hat die besondere Position mich zu sehen. Mit meinen Ängsten, meinen Zweifeln, meinen Werten, meiner Liebe, meiner Freude…

Was aber, wenn ich mich selbst noch nicht so kenne und verunsichert bin wem mein Partner denn da so begegnet? Puh, ich würde dann ja das Tor zu etwas großem Unbekanntem öffnen von dem ich ja selbst nicht weiß was da so kommt. Da entsteht natürlich die Frage: Wie kann ich mich auf meinen Partner einlassen – ihn also näher an mich heranlassen – wenn ich doch selbst noch nicht mal weiß wem er hier begegnet? Oder auch wenn ich weiß, wem oder was er hier begegnet, es aber um alles in der Welt nicht zeigen möchte? Und schon sind die Türen wieder zu!

Was wäre also mein erster Schritt bevor ich mich auf jemanden oder etwas anderes einlasse? Genau, ich muss mich selbst ja erst mal entdecken und kennenlernen. Mir die Frage stellen: Wem begegne ich hier? Was darf noch heilen? Was verstecke ich? Ich darf mich auf mich selbst einlassen. Ich darf weich werden mit mir selbst, staunen welch großes Wunder und welch wundervoller Mensch sich hier zeigt. Und je tiefer ich sinke, desto mehr komme ich bei mir an und kann entscheiden, bis wohin lasse ich einen Menschen kommen, wie weit kann ich ihn einlassen. 

Und wenn das mit dem Einlassen ganz gut klappt, kann das eine wundervolle gemeinsame Reise werden.

Diese Reise hört aber bei der Partnerschaft nicht auf.

Mir ist beim dem Draufrumkauen auf dem Einlassen klar geworden, dass es in jedem Lebensbereich funktioniert. Zum Beispiel im Beruf. Kann ich mich voll auf meinen Beruf einlassen? Wenn mich da noch irgendetwas zurückhält ist es an der Zeit zu schauen, wo ich mich noch mehr einlassen kann, was noch gesehen werden möchte, wo ich mir selbst noch nicht traue….

Oder kann ich mich auf meine Kinder einlassen? Mal mehr, mal weniger. Da ist diese große Unbeschwertheit und die Welt die es noch zu entdecken gibt, die so groß ist, dass sie erobert werden möchte – jaaaaaaa, das möchte ich auch. Und dann kommen die Zweifel, die Verantwortung und der Alltag – und schon kann ich mich nicht mehr darauf einlassen. Aber ich habe einen neuen Grund um zu entdecken, wem ich denn in solch einem Moment begegne. 

Dieser Artikel ist bewusst in der Ich-Form geschrieben – denn es ist meine ganz persönliche Weltanschauung und meine ganz persönliche Reise mit dem Einlassen. Kommt bei dir allerdings dabei etwas zum Klingen und du merkst „Mensch, da könnte ich ja auch mal drüber nachdenken“, dann lade ich dich ein, den Beitrag nochmal zu lesen und das ICH diesmal persönlich zu nehmen und schau wo es dich hinführt.

Vielleicht magst du auch mit der Frage schwanger gehen „Worauf könnte ich mich heute so richtig einlassen?“ und es dann tatsächlich tun. Ich glaube, das könnte in großer Spaß und eine reichhaltige Erfahrung werden.

Du magst wissen worauf ich mich heute einlasse? Darauf, nicht perfekt zu sein! Und du?

Und ja, ich weiß auch, solche Gedanken machen manchmal auch Angst. Veränderung macht Angst. Einlassen macht Angst. Wenn du trotzdem so ein Ziehen in deiner Brust spürst, eine Sehnsucht die dir sagt „Au ja, das wäre was“ dann schau dir mal meine kostenfreie „Veränderung-Leichtgemacht-Session“ an, die ich dir in der Zeit vom 9. September bis 13. September 2019 anbiete. 

Ja, ich will mehr Infos

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Kundenstimmen

Hab’s fein heute und lass dich ein auf das was da so kommt…


Herzensgrüße

Daniela

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By |2019-09-08T09:56:01+00:00September 8th, 2019|Lebensberatung|0 Comments

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