Ich liebe es Frau zu sein. Ich liebe es weiblich zu sein. Ich liebe es meiner Intuition mehr und mehr zu vertrauen. Ich liebe es zu wissen, wer ich bin und wofür ich stehe. Ich liebe meine weibliche Weisheit.

War das immer so? Oh nein, leider nicht.

PodCast: Von Frau zu Frau

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Mit 12 wusste ich, dass ich Menschen helfen möchte, die sich alleine fühlen und traurig deswegen sind. Daraus hat sich für mich herauskristallisiert, dass ich gerne Psychologie studieren möchte. Das Abitur habe ich gemacht. Aber das Studieren ging leider nicht, da ich dazu nicht das Geld und nicht den Mut hatte – also wurde ich Bankerin.

Ein System hat mich gefangen genommen, mit dessen Zahlen, Daten und Fakten ich nichts anfangen konnte. Kostüm und Business-Outfit waren Standard und ich habe des Öfteren den Hinweis bekommen, mich bitte angemessener zu kleiden.

Ich wurde gut in dem was ich tat und habe gelernt mich zu strukturieren. Mich anzupassen. Zu verkaufen. Habe mich auf Zahlen gestürzt, die es zu erfüllen gab. Projekte die umgesetzt werden sollten. Und ich habe mich fürchterlich angestrengt. Stress, wenig Zeit und Arbeit bis spät in die Nacht, waren keine Seltenheit.

Lange Zeit habe ich fehlerfrei funktioniert in dem System, das nicht meines ist. Dass es so nicht weitergehen kann wurde mir bewusst, als meine beiden Kinder da waren und privates Chaos meine Welt auf den Kopf gestellt hat. Es hat sich angefühlt als hätte ich eine Rüstung an, in der ich mich nicht wirklich frei bewegen konnte.

 

Etwas musste anders werden. Nur was?

Meine Coachin stellte mir damals die Frage: „Was soll einmal in deiner Grabrede über dich gesagt werden?“ Wow – darüber hatte ich mir bis dahin nicht wirklich Gedanken gemacht. Ich wusste nur dass dort NICHT stehen sollte: Sie war ein fleißiges Bienchen, sittsam, brav und ist nie aufgefallen.

Mir wurde bewusst, dass es da einen sehr großen Anteil in mir gibt, der verschüttet gegangen ist. Den ich aus den Augen verloren habe. Der bisher nie Platz in meinem Leben hatte.

Dass ich einen neuen Zugang zu mir finden musste, war mir klar. Nur wie? Also ging ich los und probierte die verschiedensten Sachen aus von Acryl & Aquarell-Malen über Koch- und Tantra-Kurse hin zu Ausbildungen in Feng Shui, Systemischen Familienstellen, Awakening Coaching…. Immer auf der Suche „Wer bin ich?“ und „Wozu bin ich hier?“

Dann kam ein besonderer Moment in einem Frauen-Seminar. Ich wusste plötzlich: Ich brauche nicht mehr zu Suchen. Ich weiß wer ich bin, ich bin mit meiner weiblichen Weisheit verbunden und weiß, was meine Aufgabe hier ist. Ich kann mich noch genau sehen, als ich da auf dem Boden lag, mich darauf vorbereitet habe in meinen üblichen Prozess und meine üblichen Gefühle einzusteigen und es plötzlich friedlich war. Es gab nichts zu tun.

Wenn du jetzt erwartest, dass sich dadurch mein komplettes Leben von jetzt auf gleich total verändert hat, muss ich dich leider enttäuschen. Um ehrlich zu sein, bin ich auf diese Erkenntnis hin erstmal in ein großes Loch gefallen. Denn wenn ich mich selbst nicht mehr suchen musste – was sollte ich denn mit der freien Energie (und meiner weiblichen Weisheit) anfangen?

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Ja, inspiriere mich

Ich habe mich hingesetzt und Rückschau gehalten.

Was …
… hat gut funktioniert?
… hat nicht so gut funktioniert?
… bringt mir Zugang zu mir selbst?
… hält mich in meiner inneren Balance?
… lässt mich wieder in alte Muster fallen?
Wie spirituell will ich sein? Wie weit ist mein Herz?

Heute weiß ich, dass ich durch das Ausprobieren im Außen (= sämtliche neue Hobbies die ich mir zulegen wollte) davor weggelaufen bin, was wirklich in mir selbst los war. Erst als ich angefangen habe, die Tür zu meinem Inneren aufzumachen, konnte ich mich selbst entdecken.

 

Die Schlüssel zur Tür meiner inneren Welt und weiblichen Weisheit sind ganz unterschiedlich.

Mein Körper ist mein wichtigster Ratgeber.

Er schickt mir ganz schnell Informationen darüber, was gut für mich ist und was nicht. Wo ich mich von mir selbst wegbewege und wo ich mir selbst treu bin. Früher habe ich diese Signale schnell überhört. Sie waren mir lästig. Sie haben mich „weich“ gemacht – was ich nicht sein wollte. Ich wollte die Signale nicht fühlen. Heute weiß ich, dass es eben nicht „typisch Frau“ ist, mal hinzuspüren, was in mir vorgeht. Heute weiß ich, dass ich in diesen Momenten auf meine Intuition und meine eigene Weisheit höre.

 

Meine Emotionen bekommen Raum.

Wie oft habe ich mir früher das Weinen oder einen Wutausbruch verkniffen? Nur weil man das eben nicht so macht und Andere damit in eine peinliche Situation bringen könnte? All die unausgesprochene Wut, Trauer, Angst, Scham, … hatten sich in meinem Körper festgesetzt und damit auch die schönen Emotionen gedämpft. Heute weiß ich, dass Emotionen fließende Energien sind. Wie Wellen im Ozean. Sie können manchmal stürmen und toben. Und Emotionen und Gefühle da sein zu lassen und sie anzunehmen, heißt noch lange nicht sie hysterisch auszuleben. Emotionen und Gefühle bewusst da sein zu lassen, schafft innere Gelassenheit.

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Ja, inspiriere mich

„Typisch Frau“ ist für mich kein Schimpf-Wort mehr.

Mein Mann ist strukturiert. Fokussiert. Konzentriert. Anpackend. Mein Fels in der Brandung. Realist. Ich dagegen bin emotional. Intuitiv. Fließend. Kreativ. Umsorgend. Spirituell.

In meinem „früheren Leben“ – also bevor ich mich aufgemacht habe mich selbst zu finden – wollte ich genauso sein wie mein Mann. Er und viele Männer in meinem Berufsleben waren mein Vorbild. Wie ich dir schon geschildert habe, konnte ich auch eine ganze Zeit lang mithalten. Heute weiß ich, dass die weiblichen Qualitäten wertvoll sind – denn das ist genau das, was unsere Gesellschaft als Gegenpol zum vorherrschenden Leistungsdruck braucht. Empathie. Gefühl. Intuition. Flow. Weichheit. Wärme. Das sind Superkräfte der Frauen, die wir wieder kultivieren dürfen ohne uns dafür schämen zu müssen. Sie werden so dringend gebraucht.

 

Das Wertvolle liegt in der Gleichwertigkeit

Deswegen habe ich diesen Artikel auch mit der Überschrift „Emanzipation der weiblichen Weisheit“ tituliert. Für mich liegt das Wertvolle darin, dass die weiblichen Qualitäten gleichwertig mit den männlichen Qualitäten sein dürfen. Und dabei geht es nicht ums Mann- oder Frau-Sein, sondern um die Attribute die wir damit verbinden.

Es war das Wertvollste was mir passieren konnte, dass ich den Mut hatte, die Tür zu meinen inneren Welten zu öffnen und meiner weiblichen Kraft Raum gegeben habe. Sie hat mich auf ganz liebevolle Weise entdecken lassen, wer ich bin und steht mir als meine Intuition und weibliche Weisheit zur Seite, um meinen Weg auf meine ganz eigene Art und Weise zu gehen. Mit liebevoller Klarheit und weiblicher Hingabe.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass diese Kraft in jeder von uns wohnt und ehre jede Frau, die sich auf den Weg macht, sich selbst zu entdecken.

Wie siehst du das? Welche Erfahrungen hast du mit den weiblichen Qualitäten gemacht? Ich würde mich freuen, von dir dazu zu hören.